„Gemeinsam zur Varroatoleranz“ – Nachlese

Für alle, die noch einmal nachlesen möchten oder unsere KIV-Veranstaltung nicht besuchen konnten, haben wir hier einige weiterführende Materialien zusammengestellt. Wir haben uns sehr über die gut besuchte KIV-Veranstaltung am 28. Februar 2026 in Rheinbach und die positive Resonanz gefreut.

Marie Förster stelle uns den Hintergrund des Projekts „Varroaresistenz 2033” vor und erläuterte Grundlagen, auf denen die Arbeit beruht.
Website: https://varroaresistenzprojekt.eu
Download Präsentationen zu Varroaresistenz 2033

Thomas von Pelt präsentierte im Anschluss biotechnische Methoden, die zur Varroaresistenz führen können. Schwerpunkt sind die Brutpause und der Einsatz von Bannwaben.
Biotechnische Methoden Varroaresistenz
Youtube-Video: Kommunikationskonzept Varroatoleranz 2033

Zum Abschluss stellte Jan-Peter Stiller aus dem BZV Rheinbach vielfältige Möglichkeiten vor, wie Imkernde selbst Tools aus der Basiszucht bei sich in der eigenen Bienenhaltung und -vermehrung einsetzen können.

Es war eine sehr motivierende Veranstaltung, um am Thema zu bleiben, sich weiter auszutauschen und in den Vereinen kleine oder größere Schritte in Richtung Varroatoleranz umzusetzen. Ein Dank an die Referierenden!

Den Aktivitäten von Varroatoleranz 2033 kann beispielsweise über den YouTube-Kanal gefolgt werden: https://www.youtube.com/@varroaresistenz2033
Weitere Podcasts, Vorträge und Interviews: https://varroaresistenzprojekt.eu/media.html


Wissenswertes zur durchwachsenen Silphie im Blick

Silphium perfoliatum, die durchwachsene Silphie, ist nicht nur eine Energie- und Futterpflanze, sondern auch für Bienen und andere Bestäuber in mehrfacher Hinsicht wertvoll: Die Silphie blüht im Spätsommer, wenn viele andere Pflanzen schon verblüht sind. Sie liefert reichlich Nektar und Pollen, die für Bienen, Hummeln und andere Bestäuber eine wichtige Nahrungsquelle sind. Die Blütezeit der Silphie erstreckt sich oft über mehrere Wochen, was Bienen eine verlässliche Futterquelle bietet, gerade in Zeiten, in denen andere Pflanzen weniger Nahrung bereitstellen.

Die blattartigen „Becher“ können Wasser sammeln, was für Bienen als Trinkquelle nützlich sein kann, vor allem in trockenen Perioden. Gleichzeitig bieten die großen Pflanzen auch Schutz und Unterschlupf für Insekten. Die Becherform ein wichtiger Faktor bei der Sortenwahl. Da der Anbau der Silphie überwiegend in trockeneren Anbaugebieten stattgefunden hat, sind für den Anbau in Deutschland Sorten mit weniger stark ausgeprägten durchwachsenen Blättern besser geeignet. Die blattartigen „Becher“ können Regenwasser oder Tau sammeln. Stehendes Wasser fördert Pilzkrankheiten und Fäulnis, besonders in feuchten oder kühlen Klimazonen wie in Deutschland. Das kann die Pflanze schwächen oder sogar zum Absterben führen.